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Hier und jetzt. // Wanderlust x adidas

Aktualisiert: 19. Feb 2018

Die Kombi aus Running, Yoga und Meditation ist für mich schon seit einiger Zeit ein verlässlicher Begleiter. Ergänzend noch das Surfen, aber das kann ich eben nur dann machen, wenn ich im Meer bin und es Wellen gibt. Um meinen Kopf abzuschalten oder mich bewusst, geführt auf andere Gedanken zu bringen, ist das Dreiergespann der einfachste, direkteste Weg. Ich sage gerne: Mehr in den Körper eintauchen und aus dem Kopf rausgehen. Das schafft neue Energie, Kraft und Momente von ganz purem körperlichen und mentalem Erleben. Natürlich ist der Kopf nicht wirklich aus, aber er ist ruhiger und ich selbst fokussierter. Auf das, was ich gerade tue und nicht auf Dinge der Vergangenheit oder Erlebnisse, die noch in der Zukunft liegen. Eben viel mehr im Hier und Jetzt.


Dass man diese Verbindung "Mindful Triathlon" nennt, habe ich erst im letzten Jahr erfahren. Und diesen mit ein paar Hundert Läufern und Yogis gemeinsam erlebt. Was klein begann ist gewachsen: mehr Städte, mehr Teilnehmer, mehr Spirit. Beim Wanderlust 108 Festival sind 2017 einige Tausend „Triathleten“ von Hamburg, München, Köln, über Berlin, Frankfurt, Wien bis Zürich. Das besondere Konzept der eintägigen Events: ein 5-km-Lauf mit anschließende Yoga- und Meditationsklasse, die jeweils von einem Live-DJ bzw. Musikern begleitet werden. Ein einzigartiges bewegendes Happening, auf allen Ebenen. Der Spirit von Wanderlust ist schwer in Worte zu fassen, hier gilt definitiv: Du musst es selbst erleben. Fernab von sportlichem Wettkampf – ein positives miteinander. Ich freue mich schon auf Berlin am 02.09. – nach Hamburg und München, mein dritter "Mindful Triathlon". Alle Guten Ding sind... und so.

Vor drei Jahren schrieb ich in ähnlichem Zusammenhang (andächtig: Es war die allererste adidas Running Boost-Koop) einen Absatz:


„Ich weiß, die Unsportlichen unter euch hassen es, wenn man Bewegung so propagiert, wie ich es tue. Was aber ist so cool daran das Gegenteil zu feiern? Vielleicht verstehe ich es bloß nicht, weil ich den tieferen Sinn bis jetzt verkannt habe?! Vielleicht ist es wie eine Anti-Fashion Bewegung, die auch entsteht, um Neues zu schaffen? Faulheit zum Lifestyle zu ernenn, um daraus Future-Sporting zu entwickeln? Wenn dem so ist, werde mich im Nixtun üben.“

Hab ich aber nicht. Also, nicht wirklich. Heute sehe ich „Sport“ viel mehr als ganzheitliches Bewegungskonzept, als ein Teil der zu mir gehört, als ein natürliches Bedürfnis, dem ich täglich nachgehe. Egal, ob viel oder wenig Zeit, ob ein langer Lauf, eine kurze Yogapraxis, eine Stunde Handstandtraining, eine Mobility-Class, tanzend auf dem Dach oder Stunden auf dem Board im Ozean – alles ist Teil von Bewegungsfähigkeit, meiner physischen Kräfte, dem natürlichen Energiefluss. Einem Geben und Nehmen.


Bei dem Begriff Sport schwingt schnell der Leistungsgedanke mit: schneller, besser, höher, weiter. Beim Yoga der, der Performance: Asanas-Action, mehr, tiefer, flexibler, meditativer – Atmest du noch noch? Inhale, Exhale – what the hell. Performance, eben auch besonders hier im Internet. Auf Blogs, auf Instagram, auf digitalen Plattformen.


Eine Freundin und geschätzte Yogini Rebecca schrieb dazu vor einiger Zeit folgendes: „Yoga ist eine tolle Sache. Es macht den Geist klarer und den Körper schöner. Es eignet sich prima, um mehr bei sich selbst anzukommen. Es verbindet Menschen, die auf der Suche nach dem Sinn des Lebens sind. Und die zugehörigen Yogaposen sehen auch noch verdammt gut aus. Wen wundert es also, das diese irgendwann auf Instagram und Co. landen? Was ich viel spannender finde:



„Eigentlich hat jeder eine Meinung zu diesem Trend,

sich in Yoga-Positionen vor stylischen Hintergründen abzulichten.“



Mich auch nicht. Und ich bin Teil dieser „Bewegung“ und habe natürlich auch eine Meinung dazu. Jeder von uns braucht seine/ihre Bühne bzw. Bühnen, egal ob mit viel, wenig oder gar keinem Publikum – manchmal ist es meine Laufstrecke, ein Flur, eine Tanzfläche, die Präsentation meiner Arbeit, ein Interview, ein Handstand auf der Wiese oder aber eine Pose vor der Kamera. Warum auch nicht?! Mein Lieblingspublikum dabei bin aber noch immer ich selbst, ganz vorne in der ersten Reihe. Laufen, Yoga und Meditation hängt eng mit Selbst-Erkenntnis zusammen. Weniger stumpf eine Übung auszuführen, mehr in sich hineinfühlen: Was will ich heute hier und jetzt? Das ausloten von nicht zu viel und nicht genug. Und wer das eigene Selbst erkennt, erkennen will, fängt am besten bei sich an. Verrät doch die eigene Sicht auf die Außenwelt das meiste über uns selbst. "Die anderen" sind ohnehin nur dafür verantwortlich, was sie sagen. Nicht dafür, wie du, wie ich oder wir es interpretieren.


Trotz der Digitalisierung ist nach wie vor (und zum Glück!) der Körper das Instrument, mit dem wir die Welt erkunden und unsere Ideen umsetzen. Mein Körper ist mein Zuhause, raum- und ortsunabhängig. Egal welche gedanklichen, technologischen und virtuellen Konstrukte wir uns so schaffen – das Leben werden wir immer über unseren Körper erleben. 


Der Beitrag ist in Kooperation mit Wanderlust und adidas entstanden.


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Die aktuellen Wanderlust 108 // Termine:

  • 20.08. Wien

  • 27.08. Zürich

  • 03.09. Berlin

  • 10.09. Frankfurt


Die Wanderlust x adidas Kollektion findet ihr hier.


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Fotos: Daniel Feistenauer

Text: Ava Carstens